Wolfgangsee

Unser erster Kurztrip führte uns in das wunderschöne Salzkammergut, nach St. Wolfgang am Wolfgangsee. Natürlich war dies nicht unser erster Trip als kleine Familie, aber der Erste, über den wir hier berichten.

Obwohl Benjamin und ich in unserem Leben sehr viel unterwegs waren, zählt packen definitiv nicht zu unseren Stärken. Aber was nun mal sein muss, muss sein. Nachdem wir das Packen hinter uns hatten, ging es am Sonntag, nach einem gemütlichen Morgenlauf und einem ausgiebigen Frühstück auch schon los.
Fertig eingepackt – in das Auto eingeräumt – alle Mann an Bord – los geht’s.

Man hört ja immer, dass Babys im Auto sehr gut und gerne schlafen. Naja, was soll ich euch sagen, unser kleiner Sonnenschein ist jetzt nicht derjenige, der am liebsten mit dem Auto unterwegs ist 😀
Schon von Anfang an, konnte er uns mitteilen, dass er dieses Maxi Cosi nicht allzu toll findet. Seit kurzem genießt Elias einen neuen Kindersitz, bei dem er einen wunderbaren Überblick über das gesamte Geschehen hat. Seit dem ist für ihn das Autofahren eine kleine Entdeckungsreise.

In St. Wolfgang angekommen, erwarteten uns auch schon John und Jenny, unsere Freunde aus Hawaii, mit Benjamins Schwester Anja. Sie hatte die beiden von München nach St. Wolfgang gebracht, damit sie hier ein paar Tage verbringen können. Nach einer kurzen Begrüßung checkten wir auch schon im Hotel Seevilla ein. Das Zimmer, wie soll ich sagen – klein, fein und ein Traum. Seeblick inklusive. Aber seht selbst:

Ausblick aus unserem Zimmer

Am Programm stand nach der Anreise auch nicht mehr allzu viel – chillen und relaxen. Das Wetter war fabelhaft, ein richtig schöner Spätsommertag. Wir schlenderten durch den niedlichen Ort, machten ein paar Fotos vom Sonnenuntergang und gingen wieder zurück zum Hotel. Dort gab es etwas Leckeres zu Essen. Aber auch diese Dinge können müde machen, und da wir am nächsten Tag eine Tour auf den Schafberg geplant haben, ging es auch schon ins Bett.
Die Temperatur bei uns im Zimmer – aufgrund des heißen Spätsommertages – gefühlte 30 Grad. Trotzdem konnten wir sehr schnell einschlafen und uns gut für den nächsten Tag erholen.

Abendstimmung am Wolfgangsee

Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück vom wunderbaren Frühstücksbuffet. Es gab alles was das Herz begehrt – von Brot und Semmel über Müsli, Obst und diverse Eiervariationen bis hin zu Würstchen usw.
Nach dem Kraftfrühstück ging es auch schon los. Direkt vom Hotel aus startete unsere Tour in Richtung Schafberg. John, Jenny, Benni, Ich und der unser Sonnenschein im Rucksack bei Papa. Anja hatte uns bereits am Vorabend verlassen, da sie beruflich nach Seoul fliegen durfte.

Benni & Elias

Die Temperatur war optimal um eine Bergtour zu unternehmen. Wir beschlossen, bis zur Mittelstation zu gehen, bei der Hütte eine Pause zu machen und dann weiter auf den Gipfel zu wandern. 3 1/2 Stunden Gehzeit waren auf dem Wegweiser angeschrieben. Na dann, nichts wie los. Wir gingen direkt bei der Schafbergbahn los, anfangs noch eine Asphaltstraße – nach kurzer Zeit eine Forststraße. Nach 10 Minuten der nächste Wegweiser: 3 Stunden. Wenn das so weiter geht, sind wir ja recht zügig am Gipfel 😉

Falsch gedacht. Die Wanderung forderte durchaus Kondition, da man doch stetig steil bergauf marschiert. Nach der Jausen-Station Aschinger ging es die meiste Zeit durch den Wald – mehrere hunderte Höhenmeter hoch. Nach 2 Stunden: noch immer keine Mittelstation in Sicht 😀
Soweit kann es ja bis dorthin ja wirklich nicht mehr sein. Wir gingen noch ein Stück weiter und kamen auf das wunderschöne Plateau und konnten schon den einen oder anderen See des Salzkammergutes erblicken. Nach einigen Fotos ging es auch schon weiter – die Hütte bei der Mittelstation in Sicht 🙂

Wir erreichten die Hütte – Yes 😀 – aber… die Hütte war geschlossen – unser Wasser knapp – somit keine Rast für uns. Vielleicht hätten wir uns schon vorher informieren sollen. Aufgrund der Tatsachen haben wir beschlossen, für das letzte Stück die urige Schafbergbahn zu nehmen. Auch da hatten wir Glück, die Plätze ziemlich knapp, aber für uns vier bzw. fünf gerade noch ein Plätzchen frei 😉

Schafbergbahn

So fuhren wir mit der Bahn hoch auf den Gipfel. Am Gipfel angekommen ist das 360° Panorama mit den vielen Seen und Bergen wirklich atemberaubend. Dadurch, dass man bis nach oben mit der Bahn fahren kann, ist der Schafberg auch ein sehr beliebtes Touristenziel. Wer dies nicht so gern hat, sollte den Schafberg bzw. den Ort lieber meiden.

Nach unten ging es für uns ebenfalls mit der Bahn. Durch die ruckartige Bewegung und das Geräusch der Bahn, schlief Elias innerhalb weniger Minuten auf meiner Schulter ein. Unten angekommen, gingen wir zurück zum Hotel und genossen unseren Pool 😀
In der Zwischenzeit kamen auch noch Bennis Eltern, um mit uns den letzten Tag in St. Wolfgang zu verbringen. Am Abend gingen wir Essen und der zweite Tag neigte sich dem Ende zu.

So blieb uns noch ein Tag, bevor es wieder zurück nach Hause ging. Das Wetter… etwas bedeckt. Wir beschlossen einen kleinen Spaziergang rund um den Bürgelstein zu machen und danach noch ein bisschen im Hotel zu plantschen 😀
Ein kurzer Sprung in den See war auch dabei 😉 und dann machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Runde um den Bürgelstein

Alles in allem, war es wieder ein wunderbarer Kurztrip mit wunderbaren Menschen. Und jeder der denkt reisen mit Baby ist kompliziert, den kann ich nur folgendes ans Herz legen:

Reisen mit Baby ist definitiv anders als ohne Kind. Was wir euch mit auf den Weg geben können ist folgendes: Das Baby spiegelt einen selbst wider. Ist man gestresst, ist das Baby wahrscheinlich auch anstrengender. Ist man gechillt, ist es bestimmt auch ausgeglichener. Und alles in allem ist es eine Sache der Sichtweise. Wir können es nur jeden empfehlen mit dem Kind gemeinsam die Welt zu entdecken.

Mahalo & Aloha
Tanja, Benjamin und Elias